TatiMein Name ist Tatjana Radetzky, ich bin 38 Jahre alt, Inhaberin einer Werbeagentur und Mama von 2 Kindern.

Meine Tochter wird demnächst 2 Jahre und wird sich an ihren großen Bruder wahrscheinlich nicht erinnern können. Sie hatte nur 5 Wochen die Möglichkeit Zeit mit ihm zu verbringen. 5 Wochen in denen Fabi ein unglaublich stolzer und toller großer Bruder war!

Fabi kam im August 2015 als gesundes Kind auf die Welt. 2016 wurde bei ihm ein Hirntumor festgestellt. Ein anaplystisches Ependymom. Bösartig und schnellwachsend - ohne Aussicht auf Heilung, da der Tumor bereits in den Hirnstamm eingewachsen war und damit nicht komplett operabel. Dank Bestrahlung und ganz viel Optimismus hatten wir noch 1 3/4 Jahre die wir Fabi weiter aufwachsen sehen durften. Nachdem nach der Bestrahlung der Tumor stillstand – ja sogar kleiner wurde – wurde Fabi 2017 als stabil eingestuft. Da haben wir beschlossen, dass er noch ein Geschwisterchen bekommen sollte. Er freute sich riesig auf "unser" Baby. Im November 2017 fuhren wir für 4 Wochen in Reha. Hier verfestigte sich meine Idee, irgendetwas unternehmen zu müssen! Ich wollte nicht weiter einfach nur zusehen und abwarten nichts machen können... Mein Job ist es Werbung zu planen und zu machen. Wir machen den ganzen Tag alles dafür, Dienstleistungen, Produkte und Unternehmen bekannter und erfolgreicher zu machen. Ich dachte dieses KnowHow muss man doch auch mal nutzen um etwas RICHTIGES GUTES zu machen! Als wir zurückkamen erzählte ich meinem Geschäftspartner von meiner Idee. Denn eins war mir klar: Ohne unsere Werbeangentur im Hintergrund kann ich nichts Erfolgreiches auf die Beine stellen. Kurz danach riefen wir #einKiwigegenKrebs ins Leben.

Im Dezember 2017 brach unsere Welt erstmal wieder vollkommen zusammen... Der Tumor wächst wieder... Es gab bisher keine Therapie von der man wußte, dass sie hilft. Wir hatten das Glück, das Fabi in eine Studie kam. Fabi ging es soweit gut und bei unserer Auftaktveranstaltung von #einKiwigegenKrebs im März 2018 half er fleißig mit Spenden zu sammeln und füllte die Spendendosen selbst voller Freude :-)

Kurz danach ging es ihm plötzlich immer schlechter... Erst dachte man, er hat sich eine Grippe eingefangen, doch leider schlugen die Medikamente nicht an. Mitgeteilt wurde uns das ein Tag vor der Geburt seiner kleinen Schwester. Enger kann Freud und Leid nicht zusammenkommen! Das muss man erstmal sortieren... fast zeitgleich soll man ein Kind bekommen und ein Kind verlieren...

Im Juni ist Fabi´s 2. Todestag. Das Leben geht einfach weiter – ob man will oder nicht – man hat einfach keine Wahl. Wir versuchen jeden Tag das Beste daraus zu machen - schon alleine um unserer Tochter ein relativ normales Leben zu ermöglichen. Sie soll genauso fröhliche Eltern haben wie ihr Bruder sie hatte... und doch ist unser Leben anders. Wir sind anders geworden. Wir sind keine "normale" Familie mehr, die völlig unbeschwert in den Tag leben kann und mit ihren beiden Kindern Zeit verbringen kann. Wir haben 2 Kinder und doch nur ein Kind, dass wir großwerden sehen. Wir gehen so selbstverständlich auf den Friedhof, wie andere zum Einkaufen. Unsere Tochter versteht das alles noch nicht, wird sich aber auch irgendwann damit auseinander setzen und Fragen stellen...

In diesem Blog versuche ich euch ein paar Einblicke in ein Leben zu geben, dass nicht mehr so ist wie es war und egal was passiert... es wird auch nie wieder so werden... aber dennoch geht es einfach weiter... manchmal ist es leicht und manchmal ist es schwer... aber es geht einfach immer weiter... das erste Jahr ohne Fabi ist vorbei. Das zweite auch bald... es war anders... mindestens genauso schwer, aber dennoch anders... irgendwie kommt sowas wie ein Alltag wieder... ich bin gespannt wie das dritte Jahr wird...

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